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D2D-Vertrieb: Bedeutung, Ablauf und Werkzeuge

Was D2D heißt, wie ein Tag an der Haustür abläuft und woran du ein gutes Gebiet erkennst.

Was bedeutet D2D?

D2D steht für „Door to Door“, auf Deutsch „von Tür zu Tür“. Gemeint ist der Verkauf an der Haustür: Du klingelst, sprichst mit den Menschen, die öffnen, und stellst ihnen ein Angebot vor. Im Deutschen sagt man dazu auch Haustürvertrieb.

Oft fällt in diesem Zusammenhang das Wort Direktvertrieb. Das ist der weitere Begriff: Er meint jeden persönlichen Verkauf direkt an die Kundschaft, ohne Laden dazwischen, also auch Termine beim Kunden zu Hause oder am Arbeitsplatz. D2D-Vertrieb ist die Form davon, bei der du ohne Termin von Tür zu Tür gehst.

Welche Branchen arbeiten so?

D2D lohnt sich vor allem dort, wo ein Angebot Erklärung braucht und viele Haushalte infrage kommen.

  • Energie: Strom- und Gasverträge, dazu Photovoltaik und Wärmepumpe. Bei Strom und Gas geht es oft um den Vergleich mit dem bisherigen Vertrag, bei Photovoltaik und Wärmepumpe um die Frage, was die Anlage bringt.
  • Glasfaser und Telekommunikation: Beim Glasfaserausbau geht es häufig darum, in einem Ausbaugebiet genug Haushalte für einen Anschluss zu gewinnen.

Manche Vertriebsteams arbeiten für mehrere Auftraggeber und wechseln zwischen den Produkten.

Wie läuft ein Tag im D2D-Vertrieb ab?

  1. Gebiet wählen. Welcher Ort, welche Postleitzahl, welche Straßen? Die Wahl entscheidet mit darüber, wie viele Gespräche du führst.
  2. Route planen. Die Reihenfolge der Straßen so legen, dass du zu Fuß ohne Umwege durchkommst.
  3. An den Türen. Klingeln, kurz vorstellen, zuhören. Nach jeder Tür hältst du fest, was passiert ist: niemand da, kein Interesse, Info dagelassen, Termin, Vertrag oder Sonstiges.
  4. Nachfassen. Vereinbarte Termine wahrnehmen und Interessenten erneut ansprechen.
  5. Auswerten. Am Ende des Tages zeigen die Zahlen, wie gut Gebiet und Gespräche waren.

Straßen, die du gerade erst gelaufen bist, gehst du nicht gleich wieder ab. Wo niemand da war, lohnt eher ein Versuch zu einer anderen Uhrzeit, und wer abgelehnt hat, möchte nicht erneut gefragt werden.

Woran erkennst du ein gutes Gebiet?

Ein Gebiet ist gut, wenn dort viele Menschen wohnen, für die dein Angebot passt. Für den Strom- und Gasvertrieb helfen diese Fragen:

  • Wie ist das Gebiet gebaut? Mehrfamilienhäuser heißen viele Klingeln pro Stopp. Einfamilienhäuser heißen höherer Verbrauch je Haushalt und damit das stärkere Sparargument.
  • Wie wird geheizt? Wo viele Häuser mit Gas heizen, kannst du oft Strom und Gas an derselben Tür anbieten.
  • Wie alt sind die Häuser? Im Altbau ist der Verbrauch oft höher.
  • Wie hoch ist die Kaufkraft? Sie sagt etwas darüber, welche Angebote in einem Gebiet ankommen.
  • Wann warst du zuletzt dort? Ein frisch gelaufenes Gebiet bringt meist weniger als eines, das lange niemand besucht hat.

Die ersten vier Angaben gibt es aus amtlichen Quellen wie dem Zensus 2022 und INKAR 2025. Der Gebiets-Scout von D2D-Scout verdichtet sie mit weiteren Kennzahlen für 8.206 Postleitzahlen in ganz Deutschland zu einem Score für den Strom- und Gasvertrieb. Ab 5 eignet sich ein Gebiet gut, ab 7 ist es sehr gut, ab 9 ein Hotspot. Wann du zuletzt dort warst, zeigt dir der Verlauf je Gebiet. Mehr dazu auf der Seite Gebietsanalyse.

Welche Zahlen zählen?

Im D2D-Vertrieb wird viel gezählt, aber vier Zahlen tragen den Rest:

  • Türen: An wie vielen Türen hast du geklingelt?
  • Gespräche: An wie vielen Türen hat jemand aufgemacht?
  • Termine: Wie viele Gespräche führen zu einem Termin?
  • Verträge: Wie viele Gespräche enden mit einem Abschluss?

Aus Türen und Gesprächen ergibt sich die Gesprächsquote: Wie viele Türen führen zu einem Gespräch? Sie hängt stark vom Gebiet und von der Uhrzeit ab. Aus Gesprächen und Verträgen ergibt sich die Abschlussquote: wie gut die Gespräche selbst laufen. Wer beide Werte getrennt ansieht, erkennt eher, ob es an Gebiet und Uhrzeit liegt oder am Gespräch.

In D2D-Scout zählen Türen, Gespräche und Termine während der Schicht mit, und die Leitung sieht in der Kommandozentrale, zu welcher Uhrzeit das Team in den letzten 30 Tagen die beste Gesprächsquote hatte.

Zettel, Excel oder App?

  • Zettel: schnell zur Hand, aber Notizen können verloren gehen, und eine Auswertung gibt es nur, wenn jemand sie abends abschreibt.
  • Excel: gut für die Auswertung, aber die Ergebnisse müssen erst von der Straße in die Tabelle, und eine Karte fehlt.
  • App: Ergebnisse landen direkt an der Tür im System, Gebiete und Routen liegen auf der Karte, das Team arbeitet mit denselben Gebieten und Routen. Dafür braucht es eine Einarbeitung und ein Handy mit Akku für den ganzen Tag.

Einen ausführlichen Vergleich findest du unter Vergleich.

Stand: Oktober 2026

// FAQ

Häufige Fragen.

D2D steht für „Door to Door“, also „von Tür zu Tür“. Gemeint ist der Verkauf an der Haustür, auf Deutsch auch Haustürvertrieb.

Direktvertrieb ist jeder persönliche Verkauf direkt an die Kundschaft, etwa auch bei Terminen zu Hause. D2D-Vertrieb ist die Form, bei der du ohne Termin von Tür zu Tür gehst.

Für Angebote, die Erklärung brauchen und für viele Haushalte infrage kommen, etwa Strom- und Gasverträge, Glasfaser und Telekommunikation, für Hauseigentümer auch Photovoltaik und Wärmepumpen.

Achte auf Bebauung, Heizungsart, Alter der Häuser, Kaufkraft und darauf, wann das Gebiet zuletzt gelaufen wurde. Für den Strom- und Gasvertrieb bewertet der Gebiets-Scout von D2D-Scout Postleitzahlen in ganz Deutschland mit einem Score.

Türen, Gespräche, Termine und Verträge. Daraus ergeben sich die Gesprächsquote und die Abschlussquote.

Im Erstgespräch zeigen wir dir, wie D2D-Scout Gebiet, Route und Türen zusammenbringt.

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